Rezepte

Der Negroni

Viele kennen und mögen den bitter-fruchtigen italienischen Likör Campari als Bestandteil von Aperitifs wie Campari-Orange oder Campari-Soda. Wem das allerdings zu langweilig ist, der sollte es einmal mit einem wahren Aperitif-Klassiker probieren: dem Negroni.

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Zutaten:

  • Campari
  • Gin
  • Roter italienischer Wermut (z.B. Martini Rosso)
  • Orangenschale

Zubereitung:

Die drei Spirituosen im Verhältnis 1:1:1 (es empfehlen sich je 3 cl) mit reichlich Eis in einem im Gefrierfach kurz vorgekühlten Tumbler verrühren. Das Stück Orangenschale mit der Außenseite nach unten über dem Getränk knicken und verdrehen, sodass die Öle aus der Schale den Drink benetzen. Dann noch den Rand des Tumblers damit abreiben, was zu einem herrlichen Orangenduft an den Händen führt. Abschließend die Schale im Cocktail versenken. Cheers!

…el rey

 

Der Martini

Der Martini ist wohl der bekannteste Cocktail der Welt. Dies hängt sicherlich auch mit dem bekanntesten Geheimagenten der Welt zusammen, dessen Ausspruch „Martini… geschüttelt, nicht gerührt!“ längst Kult ist. Die typische Bestellung von 007 lässt bereits erahnen, dass Martini nicht gleich Martini ist. Es gibt diesen Pre-Dinner Cocktail als Wodka Martini, wie er von Bond bevorzugt wird, oder als ursprünglichere Variante mit Gin. Man kann ihn schütteln oder rühren, dry (mit sehr wenig Wermut) sowie dirty (mit einem Spritzer Olivenlake oder -saft) servieren und entweder mit Olive oder mit Zitronenschale garnieren, um nur ein paar Variationen zu nennen. Trotz seiner kurzen Zutatenliste bietet der Martini dem Genießer also genügend Raum zur Individualisierung. Die von mir bevorzugte Variante ist die folgende:

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Zutaten:

  • 6 cl Gin (da der Drink fast nur aus Gin besteht, empfiehlt es sich hier besonders, etwas Hochwertiges zu wählen. Mein bisheriger Favorit ist Hendrick’s Gin, da dieser meiner Meinung nach hervorragend mit der Zitrone harmoniert)
  • 1,5 cl trockener französischer Wermut (z.B. Noilly Prat)
  • Zitronenschale

Zubereitung:

Während der Zubereitung schon einmal ein klassisches Martiniglas im Gefrierschrank vorkühlen. Gin und Wermut in einen Shaker geben und mit reichlich Eis schütteln. Dabei darauf achten, dass der Drink nicht zu sehr verwässert (je nach Größe der Eiswürfel ca. 15 Sekunden shaken). Die Mischung anschließend durch ein Bar- oder Teesieb in das Martiniglas gießen, um Eisstückchen auszusieben. Nun die Enden der Zitronenschale direkt über dem Drink gegeneinander verdrehen, um diesen mit den ätherischen Ölen zu benetzen. Jetzt noch den Glasrand mit der Schale abreiben und sie dann im Cocktail versenken. Cheers!

…el rey

Christmastime – Egg Nog Time

Der erste Schnee ist bereits gefallen, die Innenstädte quellen über vor Weihnachtsdekoration und nicht zuletzt ist heute der erste Advent. Die perfekte Gelegenheit also, hier ein Rezept zu teilen, welches die Vorweihnachtszeit noch weiter bereichert und manchem eine neue Möglichkeit, Whiskey zu genießen, aufzeigen wird.

Egg Nog – nicht zu verwechseln mit dem auf deutschen Weihnachtsmärkten zu findenden Eierpunsch – ist ein im angelsächsischen Raum weit verbreitetes Gemisch aus Eiern, Milch, Sahne und meist Whiskey. Zwar gibt es auch Rezepte, die Brandy, Cognac, Rum oder überhaupt keinen Alkohol verwenden, die Variante mit Whiskey ist jedoch der Klassiker. Dabei wird allerdings nicht irgendein Whiskey hergenommen, sondern Rye Whiskey, der mit einem vorgeschriebenen Roggenanteil von 51 % deutlich würziger schmeckt als normaler Bourbon. Die Rezeptvariationen im Internet sind natürlich unüberschaubar, das folgende ist allerdings seit Jahren mein Favorit…

EggNog

Zutaten:

  •  5 normal große Eier
  • 1/4 Cup Zucker (also ca. 1/4 Kaffeetasse bzw. 120 ml)
  • 320 ml Vollmilch (3,5 % Fettanteil)
  • 400 ml Sahne (fette Variante ist zu bevorzugen)
  • 1/4 EL geriebene Muskatnuss
  • 1/2 Vanilleschote
  • 200 ml Rye Whiskey (z.B. Jim Beam Rye)

Zubereitung:

  1. Die Eier trennen
  2. Das Eigelb zusammen mit dem Zucker in einer Schüssel quirlen bis die Masse blass-gelb ist und das Ganze anschließend in eine Servierbowle geben
  3. Die Milch und 320 ml der Sahne dazugeben und mit einem Schneebesen verrühren
  4. Die halbe Vanilleschote der Länge nach aufschneiden, das Vanillemark herauskratzen und zusammen mit dem Muskat in die Bowle geben
  5. Den Whiskey hinzugeben und alles gut verrühren
  6. Das Eiweiß schlagen bis es man sog. „soft peaks“ hat  (es also noch schön fluffig und nicht zu fest ist) und dann unterheben
  7. Die restlichen 80 ml der Sahne ebenfalls schlagen und unterheben
  8. Den fertigen Egg Nog mit Frischhaltefolie abdecken und für ca. 6 Stunden in den Kühlschrank stellen
  9. Vor dem Servieren am besten auf Zimmertemperatur kommen lassen, noch einmal kräftig in der Bowle umrühren und abschließend noch etwas Muskat darüber reiben

Der Egg Nog hält sich gekühlt ohne Probleme ein paar Tage, schmeckt aber garantiert so gut, dass nicht die Haltbarkeit, sondern der Nachschub Sorgen bereiten wird. Natürlich passt Egg Nog gut zur Zigarre, diese sollte aber bei einem so cremigen und süßen Getränk ordentlich kräftig im Geschmack sein.

Eine schöne Vorweihnachtszeit!

…el rey